Andy Warhol

1967 schuf Andy Warhol die ikonische Reihe von 10 Serigraphien, die alle das gleiche Gesicht von Marilyn Monroe zeigen. Nur die Farben der verschiedenen Sieb-Flächen wurden variiert. Für die signierten Exemplare aus der Auflage von zunächst 250 Ex. werden heute Preise bis über 100.000 Euro gezahlt. Die Originalauflage war so erfolgreich, dass sich die Druckerei in Belgien entschloss, weitere Exemplare in der Originalgröße und mit den Originalfarben zu produzieren und dem Markt anzubieten. Schnell wurde Warhol und seiner „Factory“ zugetragen, dass illegale Kopien auf dem Markt seien, und man empfahl Warhol, sie verbieten und vernichten zu lassen. Warhol entschied sich aber anders. Die illegalen Kopien wurden durch ihn legalisiert, in dem er den Produzenten zwang, jedes Exemplar auf der Rückseite mit den Stempeln „published by Sunday B. Morning“ und „Fill in your own signature“ zu versehen. Diese Stempel sind ein Hinweis darauf, dass die Exemplare nicht von Warhol signiert sind. Die Entscheidung von Warhol zugunsten der Kopien war nicht erstaunlich, wollte er doch popular art, also Kunst für alle machen – und das in so hoher Auflage wie möglich.

"Marilyn Monroe 11.23."

91,5 x 91,5 cm

2018

Farbserigrafie auf Karton.

Verso mit den Stempeln: "Published by Sunday B. Morning" und "fill in your own signature".

Unter Glas staubdicht gerahmt: 95 x 94 cm. Herausgeber: Sunday B. Morning (mit Zertifikat, dort typografisch bezeichnet).

Mehr Informationen anfragen